Skaten am Marx-Kopf bald verboten?
Haben wir da auf unserem neuen Cover eine Szene eingefangen, die es so bald nicht mehr geben wird? Eine geplante neue Polizeiverordnung sorgt für Ärger bei den Chemnitzer Jugendlichen. Nach Meinung des Ordnungsbürgermeisters Miko Runkel
“darf der Nachwuchs die städtischen Spielplätze in Zukunft nicht vor früh um acht und nicht nach 22 Uhr betreten – auch nicht mit Eltern. Runkel, der auch Narr im Karnevalsverein ist, macht Schluss mit lustig: „Mit Öffnungszeiten wird auch den Anwohnern Rechnung getragen, um den Schutz der Nachtruhe besser regeln zu können.“
Auch den Jugendlichen, die sich gern am Marx-Kopf treffen, rückt die Stadt zu Leibe: „Mit Kickboards, BMX-Rädern bauliche Anlagen nicht bestimmungsgemäß zu benutzen“, heißt es da, sei künftig „untersagt“. (Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2000062)
Die Bürgerinitiative „Lebendiges Chemnitz“ will am Mittwoch (26.11., 15 Uhr, Karl-Marx-Kopf) mit einer Demonstration dagegen protestieren.




















[...] Trotzdem ist der Philosophen-Name nicht in Vergessenheit geraten. Vielleicht weil das größte Haupt der Chemnitzer samt dem bei jungen Menschen beliebten Spruch noch immer an ihrem Platz im Zentrum stehen? So findet man ihn auf Flyern, Graffitis, T-Shirts und allen erdenklichen Grafiken immer wieder popart-ähnlich verarbeitet, das Brauhaus gegenüber trägt seinen Vornamen, Logos wie das der neuen Boulder-Lounge bedienen sich dem Monument-Motiv, es gab ihn in 3D und begehbar auf Augenhöhe als Museum und selbst auf Gutscheinbüchern ist er auf dem Cover zu finden. Der eine Song meint “I like Karl-Marx-Stadt” und ein anderer meint “Du bist KM-Stadt” – nicht nur für Touristen ist der Kopf ein briefbeschwerendes Symbol der Stadt, sondern auch für Jugendliche – mindest aber eine beliebte Skater-Plattform. [...]
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