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Contiloch

3 August 2009 ChosyCheM 5 Kommentare

Vierzehn Jahre ist die Textima-Abrissgrube mittlerweile ein Bestandteil unserer Innenstadt. Ein dichter Urwald hat sich in dem terrassenartigen Loch entwickelt. Das Areal zwischen Bahnhof- und Dresdner Straße wurde bereits für zahlreiche Bauprojekte vorgeschlagen: Einkaufszentrum oder gar eine Skihalle. Letzteres wurde aufgrund fehlender Finanzierung fallen gelassen. Wohl nachdem SF den tatsächlichen Umfang des Bauprojekts offengelegt hatte:

2003 [sollte] dann hier eine riesige ganzjährig betriebene Skihalle für 100.000 Euro entstehen.
(Quelle: Sachsen Fernsehen, 11. August 2006)

Diese unvorstellbare Euro-Summe :lol: hätte wohl tatsächlich für ein riesiges Bauwerk im Format 4 mal 5 Meter gereicht. Hier hätte abwechselnd ein Skifahrer fahren oder ein Eisbär, wenn er sein Hinterteil etwas einzieht, sitzend Cola trinken können.

Letztlich ist es wohl ganz gut, dass die Natur einen Ort gefunden hat, wo evolutionäre Experimente möglich sind. Nachdem die Greenpeace Gruppe Chemnitz 2002 hier Atommüll vergrub, versteht sich von selbst, dass die Frösche etwas größer und kopflos wurden:

frosch_kopflos_contiloch

Contiloch im August 2007

Aktuell ist der Urwald aufgrund des feucht-warmen Sommers noch etwas dichter geworden. Seltsame Geräusche kommen aus dem Dickicht, aber vielleicht ist auch nur die Kaffeemaschine bei den Stadtwerken defekt.

contiloch_stadtwerke

Contiloch im August 2009

5 Kommentare »

  • Die Top 10 Ereignisse in Chemnitz im Juli 2009 | Chosy said:

    [...] 01. “Stadt im Grünen” – Chemnitz will Lichtenstein den Slogan klauen. Denn im gesamten Stadtgebiet verbreiten sich eigenartige Lebensformen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Wasser und Sonnenlicht, stehen in Grünflächen jeglicher Art den ganzen Tag wie angewurzelt herum und ärgern so manchen Chemnitzer. Diese als Pflanzen bezeichneten grünen Monster sind weiterhin dadurch gekennzeichnet, dass sie bis zu zwei Meter hoch wachsen, den Straßenverkehr gefährden und die Sicht auf den Beton stehlen. In der Presse wird das Grünflächenamt angemahnt, welches unverzüglich den Vertrag mit dem beauftragten Unkrautmonster-Bekämpfungsunternehmen aufkündigt. Sogleich rücken Einsatzkräfte mit Feuerkraft und Panzer Rasentraktor aus. Auf der Suche nach einer langfristigen Lösung kam von den Stadtwerken der Vorschlag, man möge doch Frösche für die Bekämpfung einsetzen. Ein vor zwei Jahren begonnener Versuch im be…. [...]

  • ChosyCheM (author) said:

    Elf Tage nach uns hat jetzt auch die sz-online das Contiloch als Sommerlochthema entdeckt. http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2234466

  • Wildwuchs said:

    Herzlichen Glückwunsch zum 15. liebes Contiloch und noch mehr verwilderte Jahre wünsche ich dir und deinen krabbeligen Mitbewohnern.

  • Kuhtopie - Die verrückte Stadt (Chemnitz) | Chosy said:

    [...] die Bilder gezeichnet hat, auf urbane Freiflächen holen – am besten bald ins verdschungelte Contiloch. Das Vorurteil von rosa oder lila Kühen in den Kinderköpfen der Großstadt hat die Ausstellung [...]

  • Hier sprichter Dichter Ihre Stadt (112) - Chemnitz | Chosy said:

    [...] wird das Gedicht übrigens mit einem unbewaldeten und noch monsterfreien Contiloch, in dessen Wasser sich die Sonne noch frisch [...]

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