Chemnitz im April 2010
April, April: enttäuschend startete der Wandelmonat – so verzichteten die Chemnitzer Medien am ersten Tag des Monats fast vollkommen auf die populären Scherze. Doch wir bringen Verständnis für diese dürftige Narren-Leistung auf, konnten Presse und Funk während des Restmonats allein schon durch die Wiedergabe einiger Ereignisse zwischen Amtsschimmel und Zivildrama dieses Wahnsinns-Defizit aufholen. Hier sind in Watchblog-Manier die Top 10 des Irr-, Un- und Wahnsinns der Ereignisse im April 2010 in Chemnitz.
10. Das weiblichste Männermuskelmagazin Deutschlands, die„Mens Health“, versucht sich wieder bei den Chemnitzern einzukratzen. Nach dem letzten Platz für Chemnitzer Männer in einer Umfrage im August, hat sie herausgefunden, dass die Chemnitzer mit 16.057 Euro Netto-Jahreseinkommen die reichsten Sachsen sind. Die reichsten Deutschen kommen jedoch vom Redaktionssitz Hamburg. Das Geheimnis der Hanseaten: sie drucken schlicht die gleichen Artikel mit anderer Satzstellung und sparen sich die aufwendige Ideensuche.
09. Der „Girls Day“ war ein Reinfall. Kein Boy meldete sich laut Arbeitsagentur zur „umgekehrten Emanzipation“ in typischen Frauenberufen an (das ist kein Scherz!). Und auch wenige Girls waren für Männerberufe zu begeistern. Viele haben schon im Vorfeld resigniert, da sie Höhenangst haben und auch nicht so hinterher pfeifen können, wie die potentesten Poliere auf den Gerüsten der Baustellen der Stadt.
08. Nach dem letzten Platz für Chemnitzer Männer in einer Umfrage im August, hat die „Mens Health“ herausgefunden, dass die Chemnitzer mit 16.057 Euro Netto-Jahreseinkommen die reichsten Sachsen sind. Das weiblichste Männermuskelmagazin Deutschlands versucht sich damit wieder bei den Chemnitzern einzukratzen. Die reichsten Deutschen kommen jedoch vom Redaktionssitz Hamburg. Das Geheimnis der Hanseaten: sie drucken schlicht die gleichen Artikel kurze Zeit später mit anderer Satzstellung und sparen sich die aufwendige Ideensuche. Merkt ja keiner.
07. Im Chemnitzer Naturkundemuseum sind Kampfgrillen geschlüpft. Wie in China sollen die Tiere dieser Heuschreckenart demnächst zum Kampf zusammengeführt werden. Die Chemnitz Arena hat bereits Interesse an einer solchen Veranstaltung angekündigt. „The Day of the Locust“ wird nach Stadtfest und Museumsnacht eines der größten Events, welches die Stadt dieses Jahr erleben wird.
06. Einen Sieg für die Ordnung in Chemnitz erzielte gleich zum Monatsanfang unser blau-weißer Heimatsender. Der Osterhase war durch den Küchwald gelaufen und hatte Papierkörbe voller Eierschalen hinterlassen – ein demokratiegefährdender Skandal bahnte sich an! Gleich einen Tag nach dem Müllbericht rückte das Grünflächenamt aus, um außerhalb der einmal wöchentlichen und planmäßigen Reinigungsfolge zu entleeren. Ein “außer-ordentlicher” Erfolg für den Journalismus!
05. Keinen Tiger im Tank hat der „Armourtiger“ Prinz im Chemnitzer Tierpark. Die Heimatzeitung spricht von „Ermüdungserscheinungen“ und führt intime Details des Begattungsverhaltens auf. Der müde Tiger sei so ausgetigert, dass er sogar auf seine täglich tausend Runden im Gehege verzichte.
04. Google wiederholte im April einige der beim ersten Versuch misslungenen Straßenaufnahmen von Chemnitz. Wie der Konzern mitteilte, seien unerklärliche Lücken in vielen Vierteln aufgetreten – Häuser historischer Bauart seien unerklärlich wie vom Erdboden getilgt. Ein solcher Foto-Lückenfraß sei weltweit noch nie aufgetreten.
03. Bequemlichkeitsstreifen bekommt der Marktplatz: Nach dem nutzlosen 25 Tsd. Euro Marktpflastertest, einem neuen Konzept und dessen Ablehnung, können “Rollstuhlfahrer und andere Gehbehinderte, aber auch Eltern mit Kinderwagen oder Frauen mit Absatzschuhen” auf zwei Pfade mit abgeschliffenen Steinen hoffen. Der größte Teil der 150 Tsd. Euro für die Bequemlichkeitsstreifen sind wahrscheinlich für diese Wortschöpfung draufgegangen.
02. „Das Schweigen der Lärmmacher“ – so unbeweglich still wie der alltägliche Stau auf der Hartmannstraße ist es derzeit auf der für diese Verkehrsberuhigung ursächlichen Brückenbaustelle am gleichen Ort. Die Arbeiten verzögern sich „auf unbestimmte Zeit“ bis geklärt ist, warum ein Haus am Fluss, dessen Fundamente abgegraben oder weggespült wurden, plötzlich Risse bekam.
01. Das Thema im April: Chemnitz muss sparen! Selbst wir wurden aufgefordert, in Zukunft sparsamer mit Buchstaben und Gedanken zu sein.
Deshalb dürft ihr diesmal eure Nr. 01 selbst schreiben. Was war eure sinnloseste Pressemeldung oder euer skurrilstes Ereignis im April? Teilt es mit uns und den Lesern.












[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Chemnitz lebt, News aus Chemnitz erwähnt. News aus Chemnitz sagte: Chemnitz im April 2010 http://bit.ly/cJL88S [...]
Die erneute Erhöhung der Buspreise ist für mich die Höhe, höher können die ja nun wirklich nich mehr werden. Die hätten sagen sollen dass die Zonen verkürzt werden.
Die Aschewolke fand ich “sinnlos”. Diese ganze Hysterie war doch total überzogen! Andererseits hat es uns Menschen mal wieder gezeigt wie hilflos wir bei Naturgewalten sind. Hat aber leider nicht mit Chemnitz
zu tun.
Große Empörung bei der Absage der Chemnitzer Filmnächte, ein paar Tage später auf einmal die Zusage der Filmnächte an anderer Stelle. Des einen Freund, des andren Leid.
[...] in Chemnitz 2412 Läufer. Wie schon beim Citylauf 2009 ein Teilnehmerrekord. Bedingt durch die Baustelle auf der Hartmannstraße verlief eine Runde ausgehend vom neuen Startbereich auf der Brückenstraße über die Straße der [...]
[...] Am Unterlauf der Wolga gelegen, gibt es aber auch einen zu querenden Fluss. Wie seit April bekannt ist, haben die Bauarbeiter auf der Hartmannstraße “gewisse” Probleme genügend Lärm zu [...]
[...] dem sowohl Senioren als auch Familien mit Kinderwagen besser unterwegs sein werden. Der Ausdruck Bequemlichkeitsstreifen bekommt angesichts dieser steinernen Problemorientierung eine ganz andere Bedeutung. Die Vision [...]
[...] Chemnitz im April 2010 – Streetview fail und Kampfgrillen Die Top 10 Ereignisse in Chemnitz im April 2010 [...]
[...] für die Men’s Health die dicksten, unemotionalsten und ungläubigsten Deutschen. Danach im April 2010 zwar die reichsten Sachsen, aber immer noch viel zu arm, um als Hamburger [...]
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