Ruinen drücken Hauspreise
Heute ist in der Welt ein Artikel zur Städtesanierung erschienen, in dem das Vorgehen verschiedener Kommunen angesichts des großen Leerstands verglichen wird. Unsere Stadt ist mit dem Problem nicht allein. Zu Chemnitz schreibt der Hamburger Autor Harald Czycholl:
Nicht nur in den Plattenbaubezirken leerten sich die Wohnungen, auch etwa der von restaurierten Altbauten geprägte Stadtteil Sonnenberg vereinsamt. Im Umgang mit verwahrlosten Immobilien empfiehlt der Freistaat Sachsen seinen Kommunen einen besonderen juristischen Trick: Die Anwendung des Polizeirechts…
Danach können von Obdachlosen bewohnte bzw. vermüllte Gründerzeithäuser leichter abgerissen werden. Die Recherche des Autors erscheint “lücken”-behaftet, in Chemnitz geht das auch ohne Polizeirecht – eine Brückenbaustelle in der Nachbarschaft reicht aus. Seit gestern ist der Abriss des Hauses an der Hartmannbrücke (Hartmannstraße 16) beschlossen.




















Als ob nicht schon genug abgerissen wurde. Jetzt soll auch noch in Wildwest-Manier der Sheriff den Abriss verfügen können?
Die Stadt hat sicher andere Probleme als zu wenig abgerissene Häuser.
Ich würde auch kein Haus in einem Block sanieren, wenn ich mir nicht sicher bin, ob nicht im kommenden Jahr gegenüber eine klaffende Lücke zu einer großen Straße entsteht, der den Wohnkomfort in meinem Haus ins Bodenlose fallen lässt.
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