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Last chance: Guido Seeber Filmtage

20 Oktober 2010 Keine Kommentare Werbung*

Museum Gunzenhauser in ChemnitzDie letzte Woche der Guido Seeber* Filmtage ist angebrochen. Die schöne Sonderausstellung im Museum Gunzenhauser, die Leben und Werk Seebers in Bezug zu Grafiken und Malerein von bildenden KĂŒnstlern wie Otto Dix oder Georg Grosz setzt, lĂ€uft noch bis zum Sonntag den 24. Oktober. Am Samstag und Sonntag besteht letztmalig Gelegenheit, an einer FĂŒhrung durch die Ausstellung teilzunehmen. Die FĂŒhrung beginnt jeweils 14 Uhr und dauert etwa 45 Minuten.

Am Donnerstag den 21. Oktober endet das Filmprogramm. Zum Abschluss lĂ€uft GW Pabst Klassiker „Geheimnisse einer Seele“, neu vertont von der Chemnitzer Band RADAR. Ihre außerordentliche FĂ€higkeit zur musikdramaturgischen Begleitung von Film- und TheaterstĂŒcken bewiesen sie in den letzten Jahren schon bei der Poetryfilm-DVD „Fische im Sand“ und bei „Die Tragödie des Macbeth“ im Schauspielhaus Chemnitz.

Zum Filminhalt: Der Chemiker Martin Fellman (Werner Krauss) erwacht aus einem furchtbaren Alptraum und stellt eine plötzlichen Messerphobie bei sich fest. Doch viel schlimmer: Fellman verspĂŒrt den ĂŒbermĂ€chtigen Drang, seine Frau zu töten. Erst ein Psychoanalytiker kann ihn mittels freudscher Traumdeutung helfen.

Georg Wilhelm Pabst drehte diesen Film nach einem von Sigmund Freud berichteten Fall. Freuds Mitarbeiter Dr. Karl Abraham und Dr. Hanns Sachs berieten das Filmteam. Freuds Theorien waren Mitte der 20er Jahre sehr populÀr, gerade wegen ihrer eindeutigen Benennung von SexualitÀt und Trieb.

Die neusachliche Filmsprache mit den typisch stark betonten Hell-Dunkel-Kontrasten bestimmen den Film. Filmgeschichte hat aber vor allem die von Guido Seeber inszenierte Alptraumepisode geschrieben. Seeber setzte hier in puncto Tricktechnik neue MaßstĂ€be und erschuf kraftvolle Bildwelten zwischen filmischen Expressionismus und Surrealismus (3 Jahre von Bunuels „Der andalusische Hund“!). Diese Sequenzen und der als Vorfilm laufende „Kipho-Film“ bewogen Sergej Eisenstein, Seeber spĂ€ter als den „Großmeister des Filmtricks“ zu bezeichnen.

weltecho_chemnitzDer Film lÀuft im Weltecho, Beginn ist 20:30 Uhr.

Die Abschlussparty der JUNGEN KUNSTNACHT am 23. Oktober im Weltecho wird gleichsam die Abschlussparty der Guido Seeber Filmtage sein. Dabei verbinden sich die Macher der erfolgreichen Dubstep-Partyreihe „Frequenzeinlauf“ mit den Organisatoren der Guido Seeber Filmtage zu einem einmaligen und spannenden Event. Zum Sound der Frequenzeinlauf Crew und des Topacts Subscape aus London wird der Chemnitzer VJ Aero live Filmausschnitte aus Seebers Filmen zu einem völlig neuen visuellen Erlebnis verarbeiten. Aero, mit bĂŒrgerlichen Namen Robert Steinbrecht, ist seit ĂŒber zehn Jahren als VJ aktiv und dem Chemnitzer Publikum durch seine zahlreichen Videokunstwerke im Voxxx, Cube Club oder Weltecho bekannt. FĂŒr die Filmfestparty „TonBilder meets Frequenzeinlauf“ setzt er sich kĂŒnstlerisch mit Seebers Filmexperimenten und Animationsfilmen auseinander, interpretiert diese fĂŒr die Neuzeit und beweist damit die Zeitlosigkeit des frĂŒhen Kinos.

Beginn von „TonBilder meets Frequenzeinlauf“ ist 23 Uhr.

*Der Chemnitzer Kinopionier Guido Seeber gilt als GrĂŒnder der Filmstadt Babelsberg und gab bis zu seinem Tod 1940 zu allen wesentlichen Tendenzen der Filmentwicklung wichtige Impulse. Der filmische Expressionismus, zu dem er schon in den 1910er-Jahren erste BeitrĂ€ge geliefert hatte, findet sich in seiner Kameraarbeit ebenso wieder wie die Neue Sachlichkeit. Der kĂŒnstlerischen Avantgarde lieferte er mit seinen beispielhaften Trick- und Montagetechniken nachhaltige Referenzen. Doch auch im publikumswirksamen Unterhaltungskino war Seeber gefragt und avancierte in den 1920er-Jahren zum bestbezahlten Kameramann in Deutschland.

Text: Lars Neuenfeld (Pressemitteilung)

Was? Guido Seeber Filmtage 2010
Wann? 28.09. – 24.10.2010
Wo? Museum Gunzenhauser / Kino Weltecho

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