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Bäriges aus Chemnitz

16 Juni 2011 Keine Kommentare PDF

Bären auf Reisen. Das hat man maximal noch bunt in der Tüte, golden verpackt. Neulich erwischten wir aber einen kurz vor der Abfahrt – was macht dann also ein so großer Bär auf Reisen?

Im Kulturkaufhaus Tietz befindet sich das Naturkundemuseum, wo Holger Rathaj arbeitet, der uns das Ziel dieser ungewöhnlichem Reise verraten hat. Bekannt ist der Tierpräparator in Chemnitz durch seine Schauvorführungen, die mehrere Male im Jahr stattfinden und bei denen das Museum für Naturkunde zum Publikumsmagneten wird. Bei jenen kann man sogar selbst mitmachen. Wer dieses Jahr zur Chemnitzer Museumnacht im Naturkundemuseum war, konnte von 18 bis 1 Uhr erfahren, dass z.B. für die Präparation keine Tiere mehr gezielt gejagt werden. Bei 90 Prozent der Tiere ist allerdings trotzdem der Mensch am Tod beteiligt, durch Autounfälle usw. Präparationsobjekte hat Holger Rathaj viele, etwa 3000 Tiere liegen bei ihm im Tietz im Gefrierschrank. Die kommen von Privatpersonen, aber auch Zoos und Tierparks.

Und so klärt sich auch die Reise des Bären auf. Es ist Grizzlybär(in) Kitty. Sie starb 2006 im Tierpark Chemnitz im Alter von ca. 30 Jahren und wurde kurz darauf von Holger Rathaj „zu neuem Leben erweckt“ – so wie einst auch Deutschlands größter Grizzlybär Taps. Übers Wochenende fuhr er sie als Exponat zum Jägertreffen nach Eppendorf, sie brauchte mal frische Luft, wie er mit einem ironischen Lächeln sagt. Von der Veranstaltung kam die mit Schaumstoff ausgestopfte Grizzly-Dame Kitty natürlich wieder zurück nach Chemnitz.

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