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Otto Dix Festwochenende

11 November 2011 Keine Kommentare PDF

Otto Dix ist nicht unbedingt einer jener Maler, mit denen man die Stadt Chemnitz in Verbindung bringen würde, wie Karl Schmidt-Rottluff beispielsweise. Eine Verbindung zu Dix hat man wohl nicht als Einwohner, nicht als Besucher. Der Grund für die Dix-Präsenz ist erst wieder verstärkt seit Eröffnung des Museum Gunzenhauser gegeben, welches seit 2007 eine der umfangreichsten Sammlungen seiner Werke beherbergt. Welche Verbindung die Stadt zu dem Künstler hat, wird anlässlich der Feierlichkeiten zum 120. Geburtstag des Künstlers aufgezeigt. Nicht zur Feier gehört übrigens die Band Otto Dix, welche am heutigen Freitag ab 22 Uhr im Südbahnhof (Reichenhainer Str. 1) spielt, auch wenn die russische Band die gleichen Einflüsse verarbeitet. Das ganze Programm für dieses Wochenende:

  • Samstag, 12.11.2011 um 18 Uhr im Museum Gunzenhauser: Ausstellungseröffnung Otto Dix in Chemnitz (bis zum 15. April 2012):

Mit dem Jahr seines Weggangs aus Dresden 1933 setzte eine intensive Freundschaft zu zwei Chemnitzer Familien ein, die in den folgenden Jahren der politischen Unterdrückung seines Werks zu den wichtigsten Förderern und Auftraggebern wurden. Es handelt sich zum einen um den Chemnitzer Unternehmer Fritz Emil Niescher (1889-1974), der bis zu seinem Tod die wohl umfangreichste private Sammlung von Silberstiftzeichnungen des Künstlers aufbaute, und zum anderen um den Kinderarzt Dr. Max Otto Eberhard Köhler (1887-1963), der als enger Freund dem Künstler in seinem Haus im Chemnitzer Vorort Siegmar-Schönau wiederholt Aufenthalt und einen Raum für ein provisorisches Atelier bot. Zu den Höhepunkten der Köhler’schen Sammlung gehört das Gästebuch der Familie, in das sich Otto Dix mehrfach mit Zeichnungen eintrug, daneben aber auch andere Künstler wie Franz Radziwill, Carl Lange oder Karl Kröner.

Fritz Niescher erwarb von Dix nicht nur immer wieder Zeichnungen und Druckgrafiken, sondern auch einzelne Gemälde und beauftragte den Künstler mit der Anfertigung einer Wandmalerei. Nachdem Niescher 1935 am Goetheplatz in Chemnitz eine Villa erworben und modernisiert hatte, ließ er auf seinem Grundstück 1936 einen Gartenpavillon errichten, dessen künstlerische Ausgestaltung er zunächst dem Chemnitzer Maler und Grafiker Gustav Schaffer (1881-1937) übertrug. Nachdem dieser 1937 während der Arbeiten verstarb, beauftragte Niescher seinen Freund Otto Dix mit der Ausmalung des Pavillons. So entstand 1938 die Wandmalerei Orpheus und die Tiere, die eine von nur drei Arbeiten des Künstlers in dieser Technik darstellte. Leider wurde sie bei den schweren Bombenangriffen auf Chemnitz im März 1945 vollständig zerstört.

Die Ausstellung Otto Dix in Chemnitz widmet sich der Aufgabe, die Beziehungen des Künstlers zu Sammlern aus Chemnitz aufzuarbeiten und mit Leihgaben aus diesem Kontext sowie aus den ehemaligen privaten Chemnitzer Sammlungen anschaulich darzustellen. Das Wandbild aus dem Pavillon Fritz Nieschers wird soweit möglich rekonstruiert und in einer Rauminstallation im Oberlichtsaal des Museums Gunzenhauser begehbar gemacht. Zudem wird der Katalog zur Ausstellung Dix’ Beziehungen zu seinen Chemnitzer Mäzenen, seine Aufenthalte und die Ausstellungen seines Werks in der Stadt mit zahlreichen Dokumenten illustriert. Damit versteht sich das Projekt als Fortsetzung der Ausstellungen zu den Beziehungen von Edvard Munch, Max Klinger und Ernst Ludwig Kirchner zu Chemnitz, die die Kunstsammlungen Chemnitz seit 1999 veranstalteten.

Ergänzend werden historische Porträtfotografien präsentiert, die Otto Dix in bislang wenig bekannten Aufnahmen zeigen. Trau Deinen Augen. Otto Dix – Ein Fotoporträt wurde vom Förderverein des Otto Dix Hauses in Hemmenhofen zusammengestellt und wird parallel zur Ausstellung gezeigt.

Quelle: http://www.kunstsammlungen-chemnitz.de

ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN (13. November 2011 – 15. April 2012)
Donnerstag 15 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage 14 Uhr

Ă–FFNUNGSZEITEN
Dienstag – Sonntag, Feiertage 11 – 18 Uhr
24. und 31. Dezember 2011 geschlossen

EINTRITT (inkl. Audioguide)
7 Euro/erm. 4,50 Euro/Gruppen ab 10 Personen 4,50 Euro

  • aus der Ausstellung in der Galerie Weise: Otto Dix. Porträt Josef Hegenbarth. 1961. Eines von 40 Exemplaren

    Außerdem eröffnet am gleichen Tag (Sa., 12.11.) um 16 Uhr, zwei Stunden vor der Ausstellungseröffnung im Museum Gunzenhauser, die Galerie Weise (Innere Klosterstr. 1) eine Sonderausstellung mit einigen Arbeiten von Otto Dix. Die Galerie ist an diesem Sonnabend bis 21 Uhr geöffnet.

  • Sonntag, 13.11.2011

– 10.30 Uhr:Himmelsklöße“ – Ein verrĂĽcktes StĂĽck fĂĽr verrĂĽckte Menschen ab 8 Jahre. Otto und Martha Dix haben fĂĽr ihre drei Kinder Nelly, Ursus und Jan mehrere KinderbĂĽcher geschaffen. Martha verfasste die Texte, Otto entwarf die Bilder in Aquarelltechnik. Es entstanden wunderbare KinderbĂĽcher, die in der Vergangenheit in Teilen auch veröffentlicht wurden. Auf dieser Grundlage kreiert die salonoper chemnitz erstmals ein StĂĽck, das sich speziell an ein junges Publikum wendet – und an alle, die neugierig sind auf ein „verrĂĽcktes“ StĂĽck. Himmelsklöße ist eine Produktion fĂĽr die gesamte Familie und vermittelt EindrĂĽcke aus dem Leben einer KĂĽnstlerfamilie in den 1920er- und 1930er-Jahren. Eintritt: 10 Euro, erm. 8 Euro, Kinder frei

– 18 Uhr:Baby in der Bar.“ Eine Tanzgroteske von Wilhelm Grosz. Nach dem groĂźen Erfolg von Baby in der Bar bei der ersten AuffĂĽhrung im Juli 2009 fĂĽhrt die salonoper chemnitz die Tanzgroteske am Eröffnungswochenende der Ausstellung „Otto Dix in Chemnitz“ noch einmal auf und verwandelt das Foyer des Museums Gunzenhauser in eine Bar der späten 1920er-Jahre. 1928 in Hannover uraufgefĂĽhrt, handelt das StĂĽck von einem in einer Bar ausgesetzten Baby, das schlagartig wächst und von ersten Krabbelversuchen ĂĽber VerfĂĽhrungstänze bis zum Boxkampf die anwesenden Herren verunsichert. Eintritt: 15 Euro, erm. 10 Euro

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