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Chemnitz im April 2012

8 Mai 2012 Keine Kommentare PDF

Benediktiner-Mönche aus Österreich haben das HĂ€ndewaschen als Weltkulturerbe angemeldet. Es sei vom Aussterben bedroht, was besonders die TĂŒrklinken öffentlicher Toiletten anekelt. In Deutschland ist man schon weiter, hier wĂ€scht man nur noch das kugelige Körperteil per FernĂŒbertragung. Morgens um 3 Uhr passierte es angeblich, dass die analoge Fernsehverbreitung in Deutschland ĂŒber Satellit eingestellt wurde. Die Verzweiflung und Hysterie kann man verstehen, wenn man berĂŒcksichtigt, dass das TV zusammen mit dem Radio fĂŒr viele die einzige Quelle fĂŒr die tĂ€gliche Dosis „Zalando-Schreie“ ist. Und wer liest schon Tageszeitungen? Noch immer waren etwa 20 Prozent noch nicht im Internet oder „schalten das Internet nur einmal im Monat an“. Diese verlorenen Seelen werden nicht erfahren, was sich sonst noch so in Chemnitz im April 2012 ereignete bzw. was die etablierten Medien als wichtig erachteten.

10. Und wie möchten Sie die Bockwurst zahlen?

35 Prozent der Chemnitzer Sparkassenkunden haben sich fĂŒr das Marx-Monument als neues Motiv fĂŒr ihre Karte entschieden. Haben sie damit Zeitgeist und stillen Protest gezeigt? Denn bekanntlich ist die Plastikkarte nicht nur praktisch, sondern gerade in jenem Land unerlĂ€sslich, wo es zum Symbol von individuellem Stil und kollektiver Verschuldung geworden ist. Kollektiver was? Wahrscheinlich ist also eher, dass die Chemnitzer einfach nur stilsicher ihre Karte griffbereit am Ostseestrand aus ihrem Dederon-Badeanzug zĂŒcken möchten.

09. GenerationsĂŒberfreiender Deal

Erich ist 69 Jahre alt und hatte vier Kilo Drogen dabei. Wiederholt wurde ein „Dealer-Opa“ mit Cannabis, Kokain und Crystal erwischt. Mit dem Verkauf in der Region wollte er seine „schmale Rente“ aufbessern. Wenn euch also demnĂ€chst am Bahnhof oder auf dem Markt ein Senior anspricht, sagt bitte gleich proaktiv, dass ihr keine Drogen wollt. Videoreaktionen bitte an uns.

08. Forschung mit Zukunft

Eine Studie hat ergeben, dass die Bindung zwischen MĂŒttern und Töchtern am intensivsten ist. DafĂŒr werden in einem Projekt der TU zusammen mit den Unis Bremen, MĂŒnchen und Mannheim ĂŒber Jahre hinweg jĂ€hrlich 12.402 Ankerpersonen befragt. Beteiligt sind am bis 2022 angelegten Projekt 24 Unimitarbeiter, soeben wurden bis 2014 fĂŒnf Millionen Euro von der DFG bewilligt. Die Ergebnisse von pairfam werden vorwiegend in der Weltraum- und Tiefseeforschung eingesetzt, sobald Cthulu erwacht.

07. CFC bleibt

Und als aus dem Abseits der Ball in Richtung der ĂŒberdachten ZuschauertribĂŒne flog, fragte sich das Spielobjekt: Ja, wo ist denn das neue Stadion? Der CFC ersparte der Stadt durch den Verbleib in der dritten Liga die Ausnahmegenehmigung zur Ausnahmegenehmigung. Trotzdessen gibt es schon wieder Verwirrungen um die Fertigstellung – aus Mai 2013 wurde nun das erste Halbjahr 2014. Ja, das ist nicht ĂŒbermorgen.

06. Möchten Sie das große MenĂŒ?

Leider hört man die Frage, ob es nicht noch etwas mehr sein darf, viel zu selten bei den Burger-Ketten. BĂŒrgerinnen und BĂŒrger mit gesetzlicher Versicherung dĂŒrfen aber gern nochmal zum Tresen gehen und ein Eis holen, denn die Kasse zahlt die Fettabsaugung. Ein Urteil aus Chemnitz.

05. WLAN-Straßenbahn

Wow, eine Digitaluhr zeigt dem Fahrer sogar die Uhrzeit an. Das ĂŒberzeugt euch vielleicht ebenso wie die Holzsitze noch nicht vom osteuropĂ€ischen Produkt, was derzeit auf der Schienenlinie 5 unterwegs ist. Doch eine Segnung fĂŒr alle twitternden Schwarzfahrer bietet die Bahn: WLAN. Shut up and take my money!

04. EntwĂŒrfe abgelehnt

Streifen unterschiedlicher Farbe sind Daniel Burens Markenzeichen. Viel interessanter als die gewĂ€hlte Schornsteingestaltung sind aber die drei abgelehnten EntwĂŒrfe. Wollte Hans Peter „Kachel-Reuter“ den Schornstein mit seinen blauen Fliesen bekleben? Wollte der Minimalist Alan Charlton den Schornstein mit einer unsichtbaren Farbe ĂŒberziehen und so tun als sei er etwas weniger gelb-grau? Und was wollte mit Eva-Maria Wilde aus Berlin – die einzige Frau im Wettbewerb?

03. Nischt neuer Nischel

100.000 ausgegebene Euro und fĂŒnf Monate spĂ€ter ist das Marx-Monument endlich fertig sockelsaniert! Was, ihr seht gar keinen Unterschied zu vorher? Sagt das mal Ikea, welches als Ausgleich fĂŒr die 2009er Werbeaktion mit ihrem Katalog ein Viertel der Kosten trĂ€gt. Was, ihr habt das auch nicht mitbekommen? Jetzt wirds schwierig.

02. Graufahren

Chemnitz hat die meisten Schwarzfahrer. Ein Fakt, zu dem auch Stefan Raab nicht wirklich etwas witziges eingefallen ist, wo er die Stadt doch so gern hat. Bliebe nur, dass Köln schon mit 4,7 Prozent auf Platz zwei folgt. Oder wir verderben der Panik-Lobby, welche das Bußgeld erhöhen möchte, den Spaß mit der Umkehrrechnung: 94 Prozent zahlen ordnungsgemĂ€ĂŸ. Einziger Verlierer bleibt also Schwarz, welches schon vom Sehen und Ärgern genug leidet. Aber spĂ€testens nach der dritten WĂ€sche rĂ€cht sich die Farbe mit etwas grau an euren T-Shirts.

01. Haters gonna hate

Auf dem Times-Square versammelte Nokia um die 30.000 Menschen zur Feier des neuen Lumia 900. Nicht gleichzeitig aber doch im gleichen Monat gab es auf dem Chemnitzer Timesquare die wohl erste Facebook-Party der Stadt. Krafklub lud auf die BrĂŒckenstraße zu einem Spontankonzert. Alles GesĂ€usel ĂŒber Feiertagsverbot und Inszenierung ging im Applaus der Menge unter.

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